Wo winken Technikspezialisten die höchsten Gehälter? Und welche Fachrichtungen lohnen sich am meisten? Der Gehaltsatlas der F.A.Z. und Compensation-Online gibt überraschende Antworten.

Nach wie vor hoch im Kurs: Ingenieure. Aber wo genau?

Die große Krise im Geldbeutel ist längst vorbei. Im Jahr 2010 schlugen sich Kurzarbeit und Exportschwierigkeiten im Zuge der Weltfinanzkrise noch deutlich auf die Verdienstmöglichkeiten von Ingenieuren nieder. Seitdem aber geht es wieder bergauf. Im Durchschnitt verdiente ein Ingenieur in Deutschland im vergangenen Jahr fast 64.000 Euro brutto. Und die Aussichten sind dank der hohen Ausfuhr deutscher Produkte und neuer Rekorde am Arbeitsmarkt gut. „Wir gehen für 2015 von einem Gehaltswachstum für Ingenieure von circa 2,8 Prozent aus“, sagt Tim Böger, Geschäftsführer von Compensation-Online.de.

Die erwarteten 65.700 Euro würden einen Zuwachs von mehr als 10.000 Euro innerhalb von zehn Jahren bedeuten. Diese Prognose sei jedoch eher konservativ. „Die Gehälter für Neueinstellungen liegen heute über diesem Niveau“, weiß Böger. Seine Hamburger Vergütungsberatung hat für den gemeinsamen Gehaltsatlas mit dieser Zeitung mehr als 95.000 Datensätze ausgewertet. Allerdings bietet der Blick auf die verschiedenen Ingenieurberufe ein durchaus gemischtes Bild.

Er höre einerseits von einigen Firmenkunden, dass sie der Fachkräftemangel merkbar Umsatz koste, weil nicht das richtige Personal zu finden sei, das mögliche Aufträge abarbeiten könnte, berichtet Böger. „Auf der anderen Seite hören wir aber immer auch von Ingenieuren auf Jobsuche, dass sie nur Absagen erhalten.“ Dort scheine Angebot und Nachfrage nicht zusammenzupassen. „Allerdings muss man berücksichtigen, dass wir nur in den Rückspiegel schauen können und die jetzt für Neueinstellungen zu zahlenden Gehälter noch sehr lange brauchen, bis sich diese auch im Gesamtgehaltsniveau widerspiegeln.“
Mannheim vor München

Entscheidend für die Gehaltshöhe sind unter anderem die Fachrichtung und die Einsatzbranche. Am besten verdienen Ingenieure demnach in der Halbleiterindustrie und in der Telekommunikationsbranche. Der Anlagenbau schafft es als klassischer Industriezweig ebenfalls auf das Treppchen. Unter den Fachrichtungen liegen Konstrukteure mit fast 70.000 Euro im Jahresdurchschnitt unangefochten an der Spitze vor Produktionsingenieuren und Elektrotechnikern.

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