Wie finde ich den richtigen Masterstudiengang?

Kategorien: Master | Berufseinsteiger
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Wie finde ich den richtigen Masterstudiengang?

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80 Prozent der Bachelorabsolventen entscheiden sich für einen Masterstudiengang. Derzeit bieten 400 deutsche Hochschulen rund 8000 weiterführende Studiengänge an. Eine Mammutaufgabe dabei den passenden Studiengang für sich zu finden.

Was bringt denn ein Masterabschluss überhaupt?

Obwohl sich drei Viertel der Bachelorstudenten im Anschluss an das grundständige Studium entscheiden gleich noch einen Master anzuschließen, ist die Frage nach dem Nutzen nicht leicht zu beantworten. Es spielen viele unterschiedliche Kriterien bei der Entscheidung für oder gehen einen Master eine Rolle. Mal abgesehen von den Berufen für den ein Mastertitel obligatorisch ist, wie zum Beispiel für den Lehrberuf, den Psychotherapeuten oder fast alle naturwissenschaftliche Studiengänge. Ob ein Master sinnvoll ist hängt ansonsten von den eigenen Interessen, der Persönlichkeit, der Lernmotivation und den Berufszielen ab. Klar ist auf jeden Fall: Wer später in eine Führungsposition aufsteigen möchte oder eine wissenschaftliche Karriere anstrebt, für den ist der Master ein Muss. Masterabsolventen könnten in der Regel mit einem höheren Verdienst rechnen, das gilt jedoch nicht grundsätzlich für alle Berufsgruppen.

Welcher Master soll es denn sein?

Grundsätzlich ist hierbei zwischen konsekutiven und nicht konsekutiven Masterstudiengängen zu unterscheiden. Konsekutive Studiengänge bauen auf den Inhalten des Bachelors auf und haben bei der Zulassung oft höhere Anforderungen bezüglich der erworbenen ECTS Punkten zu erfüllen. Auch der Wechsel von einer Fachhochschule an die Universität kann eine Hürde bedeuten. Ein nicht-konsekutiver Master baut auf einem Bachelor aus einem anderen Fachbereich auf.

Bei den vielen Möglichkeiten kann man schon mal schnell den Überblick verlieren. Die Bewerbungsfrist für den klassischen Master endet in der Regel am 31. Mai eines jeden Jahres. In dieser Zeit muss oftmals auch noch die Bachelorarbeit geschrieben werden. Ein Glück, dass etwa zwei Drittel der Masterstudiengänge nicht zulassungsbeschränkt sind. Die einzelnen Bundesländer legen jedoch die Richtlinien für die Zulassung selbst fest. Diese können sich von Jahr zu Jahr wieder ändern.

Dabei muss man keineswegs immer in Vollzeit studieren. Viele Unis bieten Masterstudiengänge auch in Teilzeit oder berufsbegleitend an. So kann man hauptberuflich berufstätig sein und sich gleichzeitig gezielt weiterbilden.

Master versus MBA

Wer sich über eine akademische Weiterbildung Gedanken macht, fragt sich dabei oftmals, ob er sich für einen Master oder einen MBA entscheiden soll. In beiden Fällen ist in der Regel ein erster akademischer Abschluss in Form eines Bachelors Voraussetzung (es gibt jedoch Ausnahmen). Während Studierende des klassischen Masters (M.A., M.Sc., M.Eng) zu Experten eines Fach- oder Spezialgebiet ausgebildet werden, haben MBA-Absolventen eine generalistische Managerausbildung gewählt. Diese führt strategisch zu einer Führungsposition. Und für den MBA wird meist eine längere Berufstätigkeit gefordert. Auch die Studiengebühren unterscheiden sich gewaltig. Die überwiegende Mehrzahl an MBA-Studiengängen wird von privaten Business Schools angeboten, die hohe Kosten für einen prestigeträchtigen MBA-Abschluss veranschlagen.

Eine gezielte Recherche ist wichtiger als eine vorschnelle Entscheidung!

Die Suche beginnt beispielsweise auf der Website der Deutschen Hochschulrektorenkonferenz. Hier sind weiterführende Studiengänge an staatlichen und privaten Hochschulen in Deutschland erfasst. Hat man interessante Studiengänge gefunden, klickt man sich durch die Websiten der jeweiligen Hochschulen. Die Zugangsvoraussetzungen geben Auskunft darüber, ob es sich lohnt eine Bewerbung abzuschicken oder ob man sich die Mühe, mangels erforderlicher Voraussetzungen, sparen kann. Denn viele Hochschulen verlangen einen bestimmten Bachelor oder eine gewisse Zahl an Leistungspunkten, dazu kommen Sprachnachweise oder spezielle Tests.

Auf Bewerbungsgespräche an den Hochschulen sollte man sich gezielt vorbereiten. Hilfe findet sich in Bewerbungshandbüchern, im Internet oder bei privaten Berufsberatern. Unbedingt sollte die Frage beantwortet werden, wo der angehende Master heute gebraucht wird.

Welche Kriterien spielen bei der Wahl des Studienorts eine Rolle?

Die Suche war erfolgreich und jetzt stehen nur noch einige wenige Masterstudiengänge zur Auswahl. Die nächste Entscheidung betrifft den Studienort. Schließlich will man sich die nächsten zwei Jahre an der gewählten Hochschule wohl fühlen und vielleicht sogar schon mit potentiellen Arbeitgebern in Kontakt treten. Den besten Eindruck über den Studienort gewinnt man, indem man sich die Fakultät und die entsprechenden Studieneinrichtungen vor Ort ansieht. Gefällt die Stadt, die Umgebung, was kostet ein Platz in Studentenwohnheim oder ein Zimmer in einer WG? Hilfreich sind auch Gespräche mit Vorfeld mit Studenten, die bereits im gewünschten Studienfach studieren.

Weitere Informationen:

https://www.hochschulkompass.de

https://www.master-and-more.de/master-and-more-das-master-portal-deutschlands.html

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