Was bringt ein MBA – Master of Business Administration?

Kategorien: Master | Berufseinsteiger
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Was bringt ein MBA – Master of Business Administration?

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Eine Manager-Ausbildung mit MBA-Abschluss kostet eine Stange Geld. Sie ist eine der teuersten Weiterbildungen,  die allein in Deutschland 230 verschiedene Programme von 130 Business Schools umfasst. Nur eine ausführliche Recherche und das ehrliche Analysieren der eigenen Motivation kann die Frage „Was bringt ein MBA“ individuell beantworten.

Weltweit gibt es schätzungsweise 5000 verschiedene MBA-Studiengänge.  Während die Gebühren in den USA zwischen Euro 80.000 und stark über Euro 100.000 schwanken, muss man beispielsweise an der London School of Economics Euro 98.000,00, an der deutschen Mannheim Business School knapp Euro 40.000 berappen. Zu den Studiengebühren kommen außerdem noch Kosten für Reisen, Miete und Verdienstausfälle. Fernstudiengänge reduzieren die Kosten allerdings nicht. Allerdings muss ein MBA-Studium nicht zwangsweise teuer sein. Der Weiterbildungsmarkt bietet auch einige preiswertere Studiengänge an, die unter oder knapp über Euro 10.000 liegen. Darunter finden sich auch Fernstudiengänge.

Wie lange dauert ein MBA-Studium?

Wie lange ein MBA-Studium dauert hängt im wesentlich davon ab, ob es als Vollzeit-Variante, in Teilzeit, nebenberuflich oder als Fernstudium absolviert wird. Für ein Vollzeitstudium sollte man ein bis zwei Jahre und für das Studieren neben dem Job rund drei bis vier Jahre einrechnen. Das MBA-Studium ist anspruchsvoll, daher sollte die Motivation hoch sein.

Sonderfall Mini MBA
Mittlerweile gibt es auch in Deutschland einige Hochschulen, die eine Kurzvariante des MBA anbieten, den sogenannten Mini MBA. Hier belegen die Studenten einzelne Module, die zum Teil auch zum vollwertigen MBA Studium gehören können. Sie erwerben nur ein Zertifikat, jedoch nicht den akademischen Abschluss „Master of Business Administration“. Trotzdem kann das kurze Studium für Menschen interessant sein, die die Voraussetzungen zum vollwertigen MBA nicht erfüllen, die Zeit oder die hohen Kosten scheuen. Bei einigen Studienangeboten kann man zwischen verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten wählen. Die RWTH Aachen Business School hat z. B. einen Mini MBA in „Digital Transformation“ im Programm. Die Zürich School of Management wendet sich mit ihrem Mini MBA (4 Module / 16 Tage) an junge Führungs- und Fachkräfte. Die Kosten für ein Mini MBA bewegen sich in der Regel zwischen 5.000 und 10.000 Euro.

Wichtig bei der Auswahl eines MBA-Studiums sind einerseits die Inhalte, das Studienmodell, das Image der Hochschule bzw. des Weiterbildungsinstituts und letztlich die Frage, ob man damit einen akademischen Abschluss anstrebt.

Studienfinanzierung

Finanzierungsmöglichkeiten findet man über einen KfW-Studienkredit oder auch über die Hausbank. Andere Studierende fragen beim aktuellen Arbeitgeber ob, und zu welchen Konditionen er sich an den Studiengebühren beteiligen will. Bleibt das Risiko nach der Refinanzierung und damit nach dem Return on Invest. Ein MBA-Student ist in der Regel um die 30 Jahre alt, ein EMBA-Studierender mit wesentlich mehr Berufserfahrung hat schon rund 40 Jahre auf dem Buckel. Die Frage „Was bringt ein MBA?“, kann nur individuell mit den persönlichen Berufszielen beantwortet werden. Ob der Titel in jedem Fall ein Karrierebooster auf die Länge der Berufstätigkeit ist, darauf gibt es keine Garantie.

Für wen eignet sich ein MBA/EMBA?

Kurz gesagt: Der Absolvent erwirbt neben einer hochqualifizierten Management-Ausbildung ein exzellentes internationales Netzwerk, das oftmals eine lebenslange Karriere vorzeichnet. Alumnis aus den jeweiligen Kaderschmieden arbeiten meistens in herausragenden Positionen und empfehlen sich gegenseitig weiter.

Ein MBA ist vorwiegend für Nicht-Wissenschaftler interessant. Zum Beispiel für akademisch vorgebildete Frauen und Männer aus der Betriebswirtschaft oder dem Ingenieurswesen, die bereits Berufserfahrung mitbringen und sich fit für Führungspositionen machen wollen.

Zwischenzeitlich gibt es nicht nur generalistisch angelegte Programme, sondern MBAs mit einem spezifischen Fokus auf eine Branche. Beispielsweise auf Medien, Gesundheit, Logistik oder Tourismus.

Den richtigen MBA finden

Orientierungshilfe bietet unter anderen das jährliche Ranking des „Economist“.

Zu den weltweiten Top 100 zählen in Deutschland die University of Mannheim – Mannheim Business School, die European School of Management – ESMT Berlin, die WHU – Otto Beisheim School of Management und die HHL Leipzig Graduate School of Management. Bei der Auswahl des passenden Programms sollte man bedenken: Ein hohes Ranking muss nicht unbedingt auch den höchsten Qualitätsstandard abbilden.

Unter den ersten 10 rangieren die University of Chicago – Booth School of Business (Rank 1 / 2019) Harvard Business School (Rank 2 / 2019), University of California at Berkley – Haas School of Business (Rank 7 / 2019), Stanford University – Graduate School of Business (Rank 8 / 2019, HEC Paris Business School (Rank 3 / 2019).

Wer ins (internationale) Top-Management aufsteigen will, kommt allerdings nicht umhin an einer hochgerankten internationalen Business-School seinen Abschluss zu erwerben. Gehalts- und Karrieresprünge sollten dann nicht mehr in weiter Ferne liegen. CEOs verdienen angeblich, laut dem Economic Policy Institut, heute rund das 286fache eines normalen Arbeitnehmers.

Weitere Informationen:

MBA Rankings in Deutschland

https://www.mba-studium.de/rankings/deutschland/#uebersicht-mba-ranking-deutschland

MBA Rankings weltweit (Financial Times)

http://rankings.ft.com/businessschoolrankings/global-mba-ranking-2020

Economic Policy Institut

https://www.epi.org/

 

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